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Kategorie: Aktuelles

Rad frei: Berlin bekommt ein Radgesetz

Rad frei: Berlin bekommt ein Radgesetz

Kennt ihr das Gefühl, wenn euch noch der Eiswind um die Nase bläst, aber die Schneeglöckchen ihre Köpfe in die Sonne strecken und sich zart im Winde wiegen. In mir ist dann die Vorfreude auf einen herrlichen Frühling und auf einen Sommer ohne Makel, nicht zu trocken und ohne Dauerregen.
Der perfekte Sommer, noch nicht getrübt von der Realität, den wünsche ich mir jedes Jahr. Doch sehr selten ist der Sommer perfekt.
So ähnlich geht es mir jetzt mit der Verkündung, dass Berlin ein Radgesetz bekommt. Einmalig in der Welt und ganz sicher ein Verdienst der Initiativer Volksentscheid Fahrrad, dass es zustande kommen soll. Wie geil ist das denn?

Es hört sich wunderbar an:

  • Alle Hauptstraßen sollen mindestens zwei Meter breite Radstreifen bekommen.
  • Radfahrer sollen grüne Wellen bekommen.
  • Berlin soll ein Netz von 100 km Radschnellwegen bekommen.
  • Kreuzungen sollen durch Umbauten sicherer gemacht werden. Dafür sollen 24 neue Stellen geschaffen werden.
  • Es sind 100 000 neue Abstellplätze für Fahrräder, sowie Parkhäuser für Fahrräder geplant.
  • Der Radverkehranteil soll auf 30% innerhalb und auf 20 innerhalb der gesamten Stadt gesteigert werden.
  • Ab 2019 sollen dafür jährlich 51 Millionen € zur Verfügung stehen.
  • Der Umbau soll innerhalb der nächsten 13 Jahre erfolgen.

Das Presseecho ist recht unterschiedlich. Während der Tagesspiegel fragt: „Warum erst jetzt?“ und zu Recht erwartet, dass auch für die Sicherheit von Fußgängern mehr getan werden muss, findet Kommentator Stefan Peter von der BZ: „Autofahrer haben nichts zu lachen.“ Anscheinend hatten sie vorher Grund zum Lachen. Außerdem sorgt sich die BZ um die Zahl der Parkplätze, die wegfallen werden.

„Berlin wird zur Fahrrad-Stadt“ titelt die Berliner Morgenpost kompakt, und lässt einige Radler zu Wort kommen, die von den Senatsplänen angetan sind, wie auch die Opposition, die erwartungsgemäß die Pläne als „einseitig und falsch“ bezeichnet.

Das Radgesetz stößt nicht nur auf Gegenliebe

Ein Radgesetz wird nicht überall auf Gegenliebe stoßen, soviel ist klar. Eiserne Autofahrer fürchten um ihre Privilegien und meinen, nun wurde der Radverkehr bevorzugt. Sie wollen nicht, dass Parkplätze für Radstreifen weichen müssen. Das erinnert mich an die Diskussion vergangener Jahrzehnte, dass Frauen den Männern die Arbeitsplätze wegnehmen würden.

Gibt es ein Recht auf einen Parkplatz?

Eine Neuverteilung des öffentlichen Raums ist für Hardcore-Autofahrer eine Bevorzugung der Radler, auch wenn in Zukunft der größte Teil der Strassen von Autos befahren werden wird.
Bis zu einer Stadt, wie ich sie in Was wollen die Autofahrer denn noch alles? beschrieben haben, wird es kaum kommen. Darum geht es auch nicht, sondern um eine Stadt, in der sich alle gefahrlos bewegen können. Und das ist nicht nur das Ziel von Radlern und Fußgängern, sondern auch von einigen Autofahrern, die auch erleichtert sind, wenn der Verkehr übersichtlicher und sicherer wird.

Noch ist das Radgesetz nicht verabschiedet, es sind lediglich die Eckpunkte des geplanten Gesetzes vorgestellt worden. Und noch ist keine einzige geplante Maßnahme durchgeführt worden. Im Jahre 2004 wurde schon einmal vollmundig eine Radverkehrstrategie festgelegt, doch es ist wenig daraus geworden. Deswegen ist es wichtig und notwendig, weiterhin zu beobachten, wie intensiv der Senat die Pläne zur Verbesserung der Sicherheit von Radfahrern verfolgt.
Noch ist es nicht soweit, dass ich allein auf vorgestellte Pläne vertraue.

Aber ich hoffe darauf. So wie auf den perfekten Sommer.

Leben ist das, was zählt, nicht Geschwindigkeit

Leben ist das, was zählt, nicht Geschwindigkeit

„Raser Wegen Mord verurteilt“

Die Schlagzeile in allen Zeitungen heute: Zwei junge Männer, die auf dem Kufürstendamm in Berlin ein illegales Autorennen gefahren und dabei einen Menschen getötet haben, wurden wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Und die Deutschen sind in Aufruhr: Des Deutschen liebstes Kind, das Auto, ein Mordwerkzeug? Bisher wurden selbstmutwillig hingenommene Todesfälle durch extrem erhöhte Geschwindigkeit meistens nur mit Bewährungsstrafen geahndet, ganz zu schweigen von den alltäglichen Todesopfern bei Unfällen durch Ablenkung, Missachtung einer roten Ampel, zu geringer Abstand, riskante Überholmanöver oder erhöhte Geschwindigkeit.

Das Urteil ist zu unverhältnismäßig, meinen deswegen manche, sonst müsste man ja jeden Rotlichtfahrer, der jemand tot fährt, wegen Mordes anklagen.

Das Urteil war längst überfällig, sagen andere, das Auto ist eine potentiell tödliche Waffe.

Das Auto, eine Waffe

Das Auto, eine Waffe, der Gedanke erschreckt viele und doch ist er richtig. Nur weil die allermeisten Menschen nie vorhaben, ihr Auto als Waffe einzusetzen, ändert es nichts an der Tatsache, dass es kaum ein alltägliches Objekt gibt, was so leicht als Waffe eingesetzt werden kann wie ein Auto. Terroristen haben es längst kapiert und ziehen dies in ihre Planungen ein. Sie morden damit kaltblütig und gezielt.

Die jungen Männer, die verurteilt wurden, hatten nicht vor, jemanden zu töten, doch zur Steigerung ihres Selbstwertes nahmen sie Tote in Kauf. Jeder, der bei Verstand ist, muss mit Toten rechen, wenn er mit 160 kmh durch die Innenstadt rauscht.

Aber wo ziehen wir die Grenze? Ist jemand auch ein Mörder, der eine rote Ampel überfährt und ein Kind totfährt, weil er seinen Termin schaffen wollte?

Wenn jemand 10 Stundenlang ohne Pause am Steuer sitzt und wegen Sekundenschlafeinen tödlichen Auffahrunfall verursacht?

Ein Messer ist ein Alltagsgegenstand und kann gleichzeitig ein Mordwerkzeug sein. Wenn jemand in einer Fußgängerzone Messerwerfen übt und dabei jemanden tödlich verletzt, würde er da mit fahrlässiger Körperverletzung davon kommen?

Das Urteil, selbst wenn es in der Revision wieder aufgehoben werden wird, setzt eine längst überfällige Diskussion in Gang. Zur Zeit wird die Tötung von Menschen durch andere, die grob gefährdend fahren, einfach hingenommen. Ein anderer Blickwinkel auf die Gefährdung von Menschenleben ist dringend notwendig. Achtsames Auto fahren ist dringend notwendig, wenn wir lebenswerte Städte haben wollen, in denen auch Kinder und alte Menschen sich sicher bewegen können. Ich möchte nicht umgefahren werden, weil jemand dringend einen Termin einhalten will, Streit mit der Ehefrau oderÄrger im Job hatte, vielleicht aber auch nur sein Smartphone checken wollte. Das alles hat ein verantwortungsbewusster Mensch zu klären, bevor er ins Auto steigt. Denn wenn Menschen in dem Bewusstsein fahren, dass sie alle Konsequenzen zu tragen habe, wenn sie menschengefährdend fahre, entscheiden sie sich in bestimmten Situationen, in der sie nicht genügend Kontrolle über ihr Fahrzeug haben, eher gegen das Autofahren.

Denn das Recht auf Leben wiegt für mich ungleich höher als das Recht mancher Autofahrer auf individuelle Freiheit

Alternativrouten zur Horrorstrecke B96

Alternativrouten zur Horrorstrecke B96

Vom Süden in die Stadt mit dem Rad

Wenn Du im Süden von Berlin wohnst und regelmäßig ins Stadtzentrum fährst, hast Du an den Haupstraßen keine oder kaum Radspuren und -wege, die das Radfahren sicher und angenehm machen. Die B96 ist hier eine Horrorstrecke für Radfahrer.

Ich wohne selbst im Süden und unser Arbeitsweg führt uns nach Kreuzberg. Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Alternativrouten herausgefunden, die ich hier vorstellen möchte. Manchmal ist die Strecke etwas länger, aber nicht immer, wie bei der folgenden Strecke. Oft geht es durch weniger Ampeln und ruhigere Strassen sogar flotter voran.

Heute starte ich mit meiner Lieblingsstrecke: Alternativroute zum Mariendorfer / Tempelhofer Damm

Diese Strecke bietet sich an, wenn Du zum Graefekiez in Kreuzberg oder weiter bis nach Friedrichshain willst. Sie verläuft nicht parallel zum Tempelhofer Damm und ist leider keine Alternative, wenn Du in’s westliche Kreuzberg musst. Nach wie vor muss der Mariendorfer / Tempelhofer Damm dringend baulich verändert werden, damit eine sichere Spur für Radfahrer geschaffen wird.

Von Mariendorf zum Graefekiez / Südstern / Hermannplatz

  • Los geht es am U-Bahnhof Mariendorf.
  • Ich fahre die Reißeckstraße Richtung Osten. Der Fahrradweg geht nach ca 200 m in einen Fußweg über, der für Fahrräder freigegeben ist. Nach der ersten Fußgängerampel geht der Fahrradweg weiter. Ich fahre dort allerdings meistens auf der Strasse, weil ich  dann besser vorankomme und mich zum Abbiegen leichter einordnen kann.
  • Ich biege links in die Rixdorfer Straße ein. Dort finde ich eine frisch angelegte Radspur vor. Hier macht mir das Fahren richtig Spaß, Es ist eine der besten Radspuren, die ich in Berlin bisher gesehen habe. Sogar im Kreuzungsbereich wurde an die Fahrräder gedacht.
  • Die Rixdorfer Straße geht in die Gottlieb-Dunkel-Straße und  auch die schöne Radspur geht in einen Radweg über.
  • Ich fahre die Gottlieb-Dunkel-Straße bis zur Eschersheimer Straße. Hier biege ich links Richtung Norden ab.

Weiter Richtung Kreuzberg / Neukölln

  • Die Eschersheimerstraße hat einen Radweg mit grottenschlechtem Belag, so daß ich die Straße vorziehe. Die Straße ist relativ gering befahren.
  • Jetzt überquere ich die Silbersteinstraße. Rechts führt die Silbersteinstraße zur Herrmannstraße in Neukölln.
  • Ich fahre aber weiter. Die Eschersheimerstraße geht in die Oderstraße über und ich gelange zum Eingang des Tempelhofer Feldes. Nun fahre ich auf das Tempelhofer Feld parallel zur Oderstraße.
  • Am Ausgang Oderstraße / Herrfurthstraße verlasse ich das Feld wieder und fahre geradeaus weiter auf der Straße 645 zum Columbiadamm. Dieser Weg ist für Autos gesperrt.
  • Ich überquere den Columbiadamm und fahre durch die Hasenheide. Am Ausgang neben der Minigolfanlage kann ich nun entweder die Straße Hasenheide überqueren und in die Fichtestraße bzw. Graefestraße fahren und bin sogleich im Graefekiez. Oder ich fahre noch im Park Hasenheide weiter nach links parallel zur Hauptstraße im Park und komme nach ca. 500 m am Südstern heraus.

Für die Strecke brauche ich bei normalem Tempo ( 15 -20 Km/h ) ca. 20 – 25 Minuten. Schneller bin ich mit dem Auto auch nicht. Noch dazu vermeide ich Staus und spare mir die Parkplatzsuche. Die Strecke führt durch schöne Parkanlagen. Das nutze ich auf dem Rückweg oft für einen Halt oder drehe gleich, weil’s so schön ist, noch eine Extrarunde auf dem Tempelhofer Feld.

Mi den öffentlichen Verkehrsmitteln benötige ich mind. 40 Minuten inkl. Fußwege.

Wegbeschreibung bei Google Maps:

https://www.google.de/maps/dir/Alt-Mariendorf,+12107+Berlin/B%C3%B6ckhstra%C3%9Fe,+10967+Berlin/@52.4668858,13.368044,13z/data=!3m1!4b1!4m14!4m13!1m5!1m1!1s0x47a84546e4205229:0xa35e03671371be0f!2m2!1d13.3876928!2d52.4390071!1m5!1m1!1s0x47a84fcbc02a574f:0xd12a0ab45e79202d!2m2!1d13.418473!2d52.4938497!3e2

Die Initiative Radfahren auf der B96 setzt sich für eine fahrradfreundliche Verkehrsführung auf der B96 im südlichem Berlin ein.

Bilder zur Strecke:

 

1. Alt-Mariendorf
1. Alt-Mariendorf
2. Reißeckstraße
2. Reißeckstraße
Abbiegen in die Rixdorfer Strasse
3. Abbiegen in die Rixdorfer Strasse-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Fahrradspur Rixdorfer Strasse
4. Fahrradspur Rixdorfer Strasse
5. Gottlieb-Dunkel-Strasse
5. Gottlieb-Dunkel-Strasse
6. Abbiegen in die Eschersheimer Strasse
6. Abbiegen in die Eschersheimer Strasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. Weiter über die Silbersteinstrasse in die Oderstrasse
7. Weiter über die Silbersteinstrasse in die Oderstrasse.
8. Fahrradweg am Eisstadion in der Oderstrasse
8. Fahrradweg am Eisstadion in der Oderstrasse.
9. Eingang vom Tempelhofer Feld
9. Eingang vom Tempelhofer Feld.
10. Auf dem Tempelhofer Feld parallel zur Oderstrasse
10. Auf dem Tempelhofer Feld parallel zur Oderstrasse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11. Tempelhofer Feld verlassen und den Fuß/Radweg benutzen
11. Tempelhofer Feld verlassen und den Fuß/Radweg benutzen.
12. Den Columbiadamm hier oder 200 m links an der Ampel überqueren.
12. Den Columbiadamm hier oder 200 m links an der Ampel überqueren.
13. In Höhe der Fußgängerampel durch die Hasenheide fahren
13. In Höhe der Fußgängerampel durch die Hasenheide fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

14. Am Ende der Hasenheide: Gabelung in Fichtestrasse oder Graefestrasse.
14. Am Ende der Hasenheide: Gabelung in Fichtestrasse oder Graefestrasse.
15. Ich biege in die ruhigere Fichtestrasse ein
15. Ich biege in die ruhigere Fichtestrasse ein.
15. Als letztes überquere ich die Urbanstrasse und bin auf der Grimmstrasse beim Graefekiez angekommen
15. Als letztes überquere ich die Urbanstrasse und bin auf der Grimmstrasse beim Graefekiez angekommen.

 

 

 

Was wollen die Autofahrer noch alles?

Was wollen die Autofahrer noch alles?

Berlin wählt und ein großes Wahlkampfthema ist die aktuelle Fahrradpolitik. Die Initiative vom Volksentscheid Fahrrad hat neuen Wind in verstaubte Verkehrsplanbüros gebracht. Doch der Unmut der etablierten Parteien ist groß. Fahrradpolitik, das war bisher doch nur“Gedöns“. Muß man sich jetzt darum auch noch kümmern?

Was wäre, wenn…. ja, was wäre wenn die Geschichte des Individualverkehrs eine andere Entwicklung genommen hätte? Wenn nicht das Auto, sondern das Fahrrad das dominierende Verkehrsmittel in Deutschland geworden wäre?  Welche Argumente hätten die Autofahrer dann? Ein Gedankenspiel:

Ein Volksentscheid für Berlin

Berlin-Alexanderplatz, im Sommer 2016.

„Das ist ja eine Unverschämtheit!“ Tobias Metzler vom ADFC knallte eine druckfrische Zeitung auf den Konferenztisch des ADFC. Alle Augen der Vorstandmitglieder richteten sich auf ihn. Gerade stand die Etatplanung für das nächste Jahr auf dem Plan, was war so wichtig?

„Die Autofahrer wollen einen Volksentscheid, sie wollen mehr Platz für das Auto in der Stadt,“ schnaubte Metzler wütend. „So ein Quatsch, damit kommen die doch nie durch.“ entgegnete Sophie Markwardt lässig, erste Vorsitzende und Top-Lobbyistin in Sachen Fahrrad, „Darüber reden sie doch schon seit Jahren, aber wer will das schon? Nur ein paar verrückte Motorfreaks und Altnazis.“

Sie schaute gedankenvoll aus dem Fenster des 12-stöckigen Büroturms am Alexanderplatz, in das der ADFC vor 3 Jahren gezogen ist, weil das bisherige Gebäude zu klein geworden war. Unter ihr rollten Kolonnen von Radlern über die Strassen, ab und an sah man ein Auto eingekeilt langsam hinter den Fahrradfahrern her tuckeln. Berlin war Die Fahrradmetropole Der Welt, das würde sie sich von ein paar widersinnigen Autofahrern nicht kaputt machen lassen. Schon einmal wurde versucht, dem Fahrrad die Bedeutung zu nehmen, die ihm zustand. Während der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war das Fahrrad ein Massenverkehrsmittel und die Autos führten noch ein Schattendasein. Doch dann wurde vom Naziregime 1934 die Radwegebenutzugspflicht eingeführt, um die Strassen für Autos frei zu machen. Radfahrer verbannte man von den Strassen und Autobahnen wurden gebaut, über die bald schon Panzer rollten. Wohin das führte, hatte man gesehen: Europa lag in Trümmern, unzählige Tote waren zu beklagen. Soweit durfte es nie wieder kommen.

Neue Wege für Deutschland – Fahrradwege

Zum Glück wurde nach dem Ende des 2. Weltkriegs beschlossen, alle Autostrassen und Autobahnen in Fahrradwege umzuwidmen. Die Menschen hatten nach dem Krieg sowieso keine Autos mehr und waren froh, die Wege für ihre Fahrräder zur Verfügung zu haben. Im Zuge der Entmilitarisierung wurden die Motorwerke und Rüstungsfabriken in Fahrradfabiken umgewandelt. Fahrräder von Mercedes und BMW genossen einen ausgezeichneten Ruf und wurden in die ganze Welt exportiert. Für den innerstädtischen Warentransport aktivierte und erweiterte die Stadt das alte Rohrpostnetz wieder. Ebenso wurde der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und ebenfalls für den Transport von Waren und Schwerlasten genutzt. Die Alliierten förderten den Fahrradboom in Deutschland als einen friedlichen Weg nach der schrecklichen Vergangenheit des Landes. Während in den anderen Ländern der Welt Autos die Fahrräder allmählich verdrängten, baute Deutschland und insbesondere Berlin auf eine Verkehrspolitik, die sich am Menschen und nicht an den Maschinen orientierte.

Lange wurde dies von anderen Nationen belächelt. Doch im Zuge der zunehmenden Reisefreiheit sahen Menschen aus den USA, Großbritannien, Thailand und vielen anderen Ländern die Kinder in Deutschland gefahrlos auf den Strassen spielen, während sie in anderen Metropolen der Welt ängstlich von ihren Eltern festgehalten wurden. Das gesamte Strassennetz war extrem ökonomisch, da die Fahrräder die Strassen kaum abnutzten. Noch dazu hatte Deutschland den weltweit geringsten Anteil an übergewichtigen Menschen. Das alles waren Werte die sich sehen lassen konnten. Deutschland war das Vorzeigeland für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik.

Berlin –  Ecocity of the world

Inzwischen reisten Umweltbeauftragte aus der ganzen Welt nach Deutschland, insbesondere nach Berlin, um Inspiration für ihre zugebauten atemlosen Städte zu bekommen. In Zeiten des Klimawandels wurde der „sanfte“ Weg wie in Deutschland auch für andere Länder wieder interessant. In Berlin fand alle zwei Jahre der Weltfahrradgipfel statt, in dem Strategien besprochen wurden, um die ökologischste Fortbewegungsart auch in anderen Ländern weiter zu verbreiten. Und nun das: Die Autofahrer begehrten auf. Welch ein Desaster!

„Ja, aber stellt euch nur vor, was sie in der Öffentlichkeit damit anrichten könnten,“ sagte Friedhelm Wenzel, ein ruhiger älterer Mann, „ es gibt mittlerweile Autotouristen, die ihren Urlaub nur im Auto verbringen. Sie schlafen sogar darin und reisen herum, sehen, was in anderen Städten für den Autoverkehr möglich ist. Das bringt sie auf die Idee, solche Strassen auch für Berlin zu fordern.“

„Hm,“ überlegte Sophie Markwardt, „okay, zeig mal her, was die da so schreiben.“

Die Forderungen des Volksentscheid Auto

Tobias reichte ihr die Zeitung. „Mehr Auto für die Stadt“ stand dort in fetten Lettern, „Die Forderungen des Volksentscheid Auto hier bei uns.“ Sophie blätterte um und las: „Erste Forderung: 2000 km Autostrassen für Berlin, um schnell durch die Stadt zu kommen.“ „Wer soll denn das bezahlen?“ rief Brigitte Arndt, die resolute Finanzchefin vom ADFC und ausgebildete Steuerberaterin, „Das kostet doch ein Heidengeld.“     „Zweite Forderung: Die derzeitigen Fahrradschnellstrassen werden zu ihrer ehemaligen Nutzung zurückgeführt und werden wieder zu Autobahnen.“ Alle im Raum Anwesenden verfielen in Schnappatmung und redeten gleich darauf wild durcheinander.

„Ich bitte um Ruhe“, durchdrang Sophies tiefe Stimme die aufgeregte Gruppe, „wir werden uns doch hier nicht von einen Haufen nicht ernst zunehmender Blechbüchsenfahrer irre machen lassen. Das sind doch nur Forderungen. Das heißt doch noch gar nichts. Autofahrer sind immer noch eine Randgruppenerscheinung. Wir haben die Politik auf unserer Seite.“ Sie dachte an ihre letzte Radtour mit dem amtierenden Bürgermeister, bei der sie nebenbei über ein neues Großprojekt, die Überdachung aller Stadtfahrradbahnen gesprochen hatten. Das sollte im kommenden Jahr ausgeschrieben werden und Firmen auf der ganzen Welt standen schon Schlange dafür.

Sie las weiter: Dritte Forderung: „Vier Spuren für den Autoverkehr an allen Strassen, damit auch ein Überholen eines langsameren Autos gewährleistet ist.“ „Das schlägt doch dem Fass den Boden aus.“ schrie Tobias Metzler erregt. Er zitterte und zerknüllte das Papier, auf dem er sich Notizen gemacht hatte und warf es in den nächsten Mülleimer. „Immer mit der Ruhe, Tobi“, beruhigte Friedhelm ihn, „noch ist gar nichts entschieden. Wir werden mal eine Pressemitteilung als Antwort aufsetzen.“

„Vierte Forderung: Autoparkplätze an allen Strassen“, zitierte Sophie den Artikel. „Da wird sich der Berliner Einzelhandel aber höchst begeistert zeigen, wenn die Autos die Sicht auf ihre Geschäfte zuparken,“ bemerkte Brigitte Arndt ironisch, „so veröden ja alle Einkaufsstrassen. Bald hätten wir Zustände wie in den USA, wo die Innenstädte völlig langweilig sind.“

„Fünfte Forderung: Mehr…..“   „Bitte, es reicht, ich halte das echt nicht mehr aus,“ stöhnte Tobias, „lass uns einfach eine Antwort schreiben.“

Mehr Auto in der Stadt – völlig absurd

Sophie Markwardt lehnte sich in ihrem Stuhl zurück, verschränkte die Arme und blickte nachdenklich auf die Zeitung, die vor ihr lag. „Okay,“ sagte sie langsam, „wir setzen eine Pressemitteilung auf. Lass uns hier Ideen dafür sammeln.“ „Friedhelm,“ sie wandte sich an ihren langjährigen Kollegen, „kannst Du das dann bitte zusammenfassen, in Form bringen und abschicken?“ Er nickte und klappte sein Notebook auf.

„Also: Unsere Antwort auf den Volksentscheid Auto: Die Ziele des Volksentscheids Auto sind völlig unverhältnissmäßig und entsprechen in keinster Weise den Wünschen der Menschen nach einer schadstoffarmen, lebenswerten Stadt. Insbesondere die Fußgänger würden durch einen Erfolg der Initiative nicht benachteiligt, sondern sogar höchst gefährdet werden. Berlin hat weniger als 4 Verkehrstote im Jahr. Das ist einmalig in der ganzen Welt für eine Stadt dieser Größe. Die Zahl der Verkehrstoten würde mit einer einseitigen Förderung des Autoverkehrs explodieren, von den vielen Schwerverletzten und Traumatisierten ganz zu schweigen. Kinder würden von öffentlichen Strassen verbannt werden.

Dass das keine Fiktion, sondern Realität sein würde, sehen wir an ausländischen Großstädten, die den Autoverkehr einseitig bevorzugt haben und nun einen Ausweg aus der Misere suchen. Dem Auto in der Stadt so viel Platz einzuräumen wie im Volksentscheid verlangt, ist reaktionär und ein Rückfall in eine Zeit, in der man noch nicht wußte, daß der motorosierte Individualverkehr eine Sackgasse ist.

Deswegen empfehlen wir vom ADFC, auf ruhigen Nebenrouten einige Autostrassen freizugeben und außerhalb der Städte abgeschlossene Autoringe zu bauen, in denen die Autofahrer ihrem Hobby fröhnen können. Einen weiteren Ausbau von Autostrassen lehnen wir aus den oben angegebenen Gründen ab. Hat jemand noch eine Ergänzung?“ Sophie schaute in die Runde.

„Sicher. Und zwar eine, die immer zieht,“ sagte Brigitte Arndt, „nämlich die Kosten, die bei einem erhöhten Anteil von Autos am Verkehr, entstehen würden und die jeder mittragen müßte. Damit meine ich nicht nur die Kosten für Strassenbau und –erhalt, sondern auch für die Folgekosten wie Unfallopferversorgung, Frührenten, Witwenrenten, Umweltschäden, Gesundheitschäden, Kinderbetreuung und vieles mehr. Das ist wirtschaftlicher Selbstmord. Auch der Tourismus würde abnehmen. Berlin ist zum 25. Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt worden. Den Titel würde Berlin schnell verlieren, nähme der Autoverkehr zu.“

„Okay,“ bremste Friedhelm Brigittes Redefluss, „das ist jetzt schon mal einiges. Ich mach was draus und schicke es an alle wichtigen Medien. Wer kann noch unsere Kontakte im Senat moblisieren?“ „Darum kümmere ich mich selbst.“ Sophie nahm ihren Ordner und die Zeitung, steckte sie in ihre Tasche und stand auf. „Die Vorstandssitzung bezüglich der Etatplanung werden wir auf nächste Woche verlegen. Jetzt gibt es dringenderes zu tun…..Radelt zufällig jetzt jemand von euch auch mit der Stadtfahrradbahn Richtung Süden? Ich möchte von zu Hause weiterarbeiten.“

„Ja, ich.“ Tobias Metzler sprang auf, griff seine Jacke und eilte Sophie hinterher, die bereits den Raum verließ. Die anderen Vorstandmitglieder saßen etwas unschlüssig auf ihren Stühlen. „Tja,“ räusperte sich Friedhelm, „ dann werden wir mal… und hofffen, daß das alles nur ein Windei ist.“

Er packte seine Sachen zusammen. Das war für alle anderen das Signal zum Aufbruch und binnen kurzem war der Raum leer.

Dagmar Gericke

 

Hier geht es zum wirklichen Volksentscheid:  https://volksentscheid-fahrrad.de/

 

Sit In wegen tödlichem Unfall eines Fahrradfahrers in Lankwitz

Sit In wegen tödlichem Unfall eines Fahrradfahrers in Lankwitz

Volksentscheid Fahrrad: Sit In in Lankwitz nach tödlichem Unfall

Am Donnerstag ist der elfte Radfahrer in diesem Jahr in Berlin zu Tode gekommen. Wieder war es ein rechtsabbiegender LKW. Bereits vor zwei Jahren ist an der gleichen Kreuzung ein Radfahrer ums Leben gekommen, ein paar Meter weiter vor vier Jahren eine weitere Radfahrerin. Im Radsicherheitsdialog wurde vor der Unfallgefahr gewarnt, dennoch wurde nichts unternommen.
Im laufenden Jahr sind bereits mehr Radfahrer*innen gestorben, als im gesamten Vorjahr. Wir fordern Bezirk und Senat auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht und umgehend tätig zu werden. Kein Toter im Straßenverkehr ist akzeptabel, jeder ist vermeidbar.
Deshalb setzen wir uns wieder hin, um zu trauern und zu protestieren; und zwar am Montag um 19 Uhr, direkt an der Unfallstelle Kaiser-Wilhelm-Straße, Ecke Paul-Schneider-Straße, 12247 Berlin-Lankwitz
Bitte kommt zahlreich und teilt auch unsere Veranstaltung!

Gebrauchte Fahrräder kaufen

Gebrauchte Fahrräder kaufen

Top gebrauchte Fahrräder kaufen in unserem Fahrradladen in Berlin:

Willst Du gute gebrauchte Fahrräder in Berlin kaufen, sind wir die richtige Adresse. Hier ist wieder eine Auswahl der schönsten Gebrauchtfahrräder aus unserem Fahrradladen. Es sind alles Markengebrauchtfahrräder von hoher Qualität, so daß Du lange Freude an Deinem Rad haben kannst. Wenn etwas für Dich dabei ist, komme einfach vorbei und mache eine ausführliche Probefahrt. Außer diesen hier gezeigten Fahrrädern haben wir noch viele andere gebrauchte Fahrräder im Fahrradladen. Wir beraten Dich gerne, welches Fahrrad für Dich das passende ist.

  • Alle gebrauchten Fahrräder sind durchgecheckt
  • Die Ketten und Ritzel sind einwandfrei in Ordnung
  • Die Schaltung und Bremsen sind eingestellt
  • Die Laufräder laufen gerade
  • Die Lager sind okay
  • Das Licht funktioniert, sofern Räder mit Lichtausstattung
  • 1 Jahr Gewährleistung auf Rahmen und Gabel bei unseren gebrauchten Fahrräder

Fahrradladen Mobilcenter Berlin
Böckhstr. 51
10967 Berlin
Tel: 030-69504942

Gebrauchte Damenfahrräder:

Gebrauchtes Damenhollandrad
Gebrauchtes Hollandrad von Gazelle

Mit meiner Gazelle fahr ich auf dem Deich bis nach Fronkreich!

  • 28′ Gazelle Damenrad
  • Mit 3 Gang Nabenschaltung und Freilauf
  • Mit Edelstahllaufräder
  • Mit schönem großem bequemen  Rahmen für aufrechtes Fahren

 

 

 

 

Graues Damenrad
Gebrauchtes Damenhollandrad von Gazelle

Aufrecht fahren mit dem Original

  • 28′ Gazelle Hollandrad
  • Mit 4 Gang Shimano Nabenschaltung
  • Mit Edelstahllaufrädern
  • Mit Trommelbremse und Freilauf

 

 

 

 

Silbernes Tiefeinsteiger Damentreckingrad
Gebrauchtes Damenfahrrad von Paasat, sehr gut erhalten

Mit dem Passatwind im Rücken geht’s bis nach Steinstücken.

  • 28′ Damentreckingrad
  • Mit 21 Gang Shimanoschaltung
  • Mit Alurahmen
  • Mit Nabendynamo
  • Mit leichter Aluausstattung

 

 

 

 

Weißes Damensportrad
Gebrauchtes Peugeot Damensportrad

Eine wahre Schönheit altert nie!

  • 28′ Sport Renner von Peugeot
  • Mit 5 Gang Kettenschaltung
  • Schnelle Laufräder
  • Nacht- und Regentauglich, bei Wind und Wetter unterwegs.

 

 

 

 

gebrauchtes violettes Damentourenrad
Gebrauchtes Damenrad

Federleicht dahinschweben

  • 28′ Damentourenrad
  • Mit 21 Gang Shimano STX Rapid Fire Schaltung
  • Cro-Mo-Rahmen
  • Neue Pannenschutzbereifung, neuer Sattel
  • Kette und Kranz neu

 

 

 

Rotes Damenfahrrad
Gebrauchtes Trekkingfahrrad

Fahr der Sonne entgegen!

  • 28′ Damentrekkingrad von Kenhill
  • Mit 21 Gang Shimano STX Schaltung
  • hochwertiger Rahmen
  • Leichte Parts
  • Sattel und Kette neu

 

 

 

Blaues Damentrekkingrad
Gebrauchtes Markentrekkingrad

Blau steht jeder Frau!

  • 28′ KTM Trekkingrad
  • Mit 21 Gang Shimano 500LX
  • Hochwertiger Cro-Mo-Stahlrahmen
  • Toplaufräder
  • Kette und Sattel neu

 

 

 

Rot-Schwarzen gebrauchtes Damenfahrrad
Second Hand Trekkingbike

Das schafft jede Steigung

  • 28′ Damentrekkingrad von Kotter
  • Mit 21 Gangs Shimano LX Schaltung
  • Mit hochwertigem Rahmen
  • Mit leichter Ausstattung

 

 

 

 

Sibernes Damenrad mit tiefem EInstieg
Gebrauchtes Damentiefeinsteigerrad

Bequem, bequemer, am bequemsten…

  • 28′ Damencityrad von Hercules
  • Mit 7 Gang Nabenschaltung
  • Mit Alurahmen
  • Mit stabilen Laufrädern
  • Top gepflegt

 

 

 

Schwarz-graues Damenrad
Gebrauchtes Tiefeinsteiger Damenrad von Hercules

Für Tiefstapler

  • 28′ Tiefeinsteiger Damenrad von Hercules
  • Mit 7 Gang Nabenschaltung von Shimano
  • Mit 3 Bremsen
  • Mit Alurahmen
  • Mit Federung

 

 

 

 

Damenrad von Hercules
Gebrauchtes Damenrad von Hercules

Girlie forever…

  • 28′ Damentrekkingrad von Hercules
  • Mit exklusiver 3 mal 7 Schaltung ( Ketten-Naben-Kombinationsschaltung)
  • Großer Hochwertiger Rahmen
  • Super Laufräder
  • Leichte Bauart

 

 

 

Blaues gebrauchtes Damenrad
Garagengepflegtes gebrauchtes Damentrekkingrad von Schauff

Zusammen bis ans Ende der Zeit

  • 28′ Schauf Treckingrad
  • Mit 24 Gang Shimano LX-STX-RC-Schaltung
  • Hochwertiger Stahlrahmen
  • Top Laufräder
  • Leichte Komplettausstattung
  • Mit integriertem Tacho

 

 

 

Rot-weißes gebbrauchtes Damenrad
Sehr gut erhaltenes  gebrauchtes Damenrad von Epple

Für die flotte Lotte!

  • 28′ Damenrad von Epple
  • Mit 6 Gang Kettenschaltung
  • Hochwertiger Mixte-Stahlrahmen
  • Mit Alu-Edelstahausstattung
  • Garagengepflegt

 

 

 

Blaues Damentrekkingrad
Super gebrauchtes Trekkingrad von Brennabor

Schieß ein Tor mit Brennabor!

  • 28′ Damentrekkingrad
  • Mit 21 Gang Shimano Schaltung STX
  • Mit Rapid Fire Schalthebeln
  • Hochwertiger Stahlrahmen
  • Top Zustand

 

 

 

 

Gebrauchte Herrenfahrräder:

Grünes Herrenrad
gebrauchtes Trekkingrad von Hercules

Auf nach Troja…

  • 28′ Herrenrad von Hercules
  • Mit 21 Gang Shimano Schaltung
  • Kette+Kranz neu
  • Gute Laufräder
  • Bewährte Qualität – garagengepflegt.

 

 

 

Großes silbernes Herrenrad
Gebrauchtes Herrenrad von KTM

Immer schön den Überblick behalten

  • 28′ KTM Tekkingrad
  • Mit 6 Gang Kettenschaltung
  • Extra großer Rahmen
  • Mit Alu- Edelstahlausstattung
  • Garagengepflegt

 

 

 

Gebrauchtes blaues Herrenrad
Gebrauchtes Trekkingrad von Schauff, top gepflegt.

Einer für’s Leben!

  • 28′ Schauf Treckingrad
  • Mit 24 Gang Shimano LX-STX-RC-Schaltung
  • Hochwertiger Stahlrahmen
  • Top Laufräder, leichte Komplettausstattung
  • Mit integriertem Tacho

 

 

 

Silbernes Trekkingrad
Sehr gut erhaltenes Herrentrekkingrad von Merida

Das geht ab, Alter!

  • 28′ Herrentrekkingrad von Merida
  • Mit 24 Gang Shimano XT Schaltung
  • Mit Magura Hydraulik Bremsen
  • Spitzenlaufräder und Topbereifung

 

 

 

 

Schwarz-lila Herrentourenrad
Gebrauchtes Herrenrad von Hercules

Durch  Berlin-City cruisen…

  • 28′ Tourenrad von Hercules
  • Mit 5 Gang Nabenschaltung
  • Mit stabilen Rahmen
  • Marke Unverwüstlich

 

 

 

silbernes Alufahrrad von Kettler
Gebrauchtes Alurad

Leicht, leichter, am leichtesten…

  • 28′ Alu-Leichtrad von Kettler
  • Mit 3 Gang Nabenschaltung
  • Mit Alu-Komplettausstattung

 

 

 

 

 

Schwarzes Herrencrossrad
Crossrad in Topzustand

Voll auf Speed!

  • 28′ Crossrad von Trenga
  • Mit 27 Gang Shimano LX Schaltung
  • Hochwertiger Alurahmen
  • Beste Parts

 

 

 

Großes Herrentrekkingrad
Gebrauchtes Reiserad von Giant

Wo, bitte, geht’s nach Tokio?

  • 28′ Reiserad von Giant
  • Mit 24 Gang Shimano LX / XT Schaltung
  • Mit Co-Mo-Rahmen
  • Mit superleichten Parts
  • Mit Pannenschutzbereifung
  • Sattel und Kette neu

 

 

 

Grünes gebrauchtes Tourenfahrrad
Schönes Tourenrad

Heiße Stadt, cooles Rad

  • 28′ Tourenrad
  • Mit 7 Gang Nabenschaltung
  • Stabile Laufräder
  • Stabiler Rahmen
  • Mit 3 Bremsen

 

 

 

Gebrauchtes großes TrekkingradEchtes Vollblutrad

  • 28′ Herrrentrekkingrad von Gudereit
  • Mit 24 Gang Shimano LX Rapid Fire Schaltung
  • Mit großen Cro-Mo-Rahmen
  • Super Laufräder
  • Leichte Ausstattung

 

 

Gebrauchtes Trekkingrad

Gebrauchte Mountainbikes.

gebrauchtes MTB von Diamond Back
Gebrauchtes Mountainbike

Unterwegs in den Outbacks

  • 26′ MTB von Diamond Back
  • Mit 24 Gang Shimano LX Komplettausstattung
  • Hochwertiger Alurahmen
  • Hochwertige Laufräder

 

 

 

 

Gebrauchte Rennräder, gebrauchte Sporträder:

Blau-weißes gebrauchtes Herrenrad
Gebrauchtes Herrenrad von Raleigh, ein echter Klassiker.

So sophisticated – mit Raleigh

  • 28′ Herrensportrad von Raleigh
  • Hochwertiger Stahlrahmen
  • Mit Alu- und Edelstahlausstattung

 

 

 

 

 

schwarzes Rennrad von Cannondale
Hochwertiges gut erhaltenes Rennrad

Einmal die Tour de France, oder mal über die Alpen….

  • 28′ Cannondale Rennmaschine
  • Mit 14 Gang Shimano Dura Ace 600
  • hochwertigster Alurahmen
  • Supergeile Mavic Laufräder

 

 

 

 

Blaues Fixie
gut erhaltenes Singlespeed, Fixie

Komme gerade vom 6 Tage Rennen

  • 28′ Bahnrad
  • Mit Columbus Cro-Mo-Rahmen
  • Extrem Leicht

 

 

 

 

Blau-silbernes Rennrad
Rennrad von Peugeot

Edle Rennmaschine

  • 28′ Rennrad von Peugeot
  • Hochwertiger Stahlrahmen
  • Mit 21 Gang Shimano Sora Schaltung
  • Bereifung und Laufräder neu

 

 

 

 

Blaues Rennrad von Gazelle
Gebrauchtes Rennrad

Schnell, schneller, am schnellsten…

  • 28′ Rennrad von Gazelle
  • Mit 14 Gang Shimano 600 Spitzengruppe
  • Mit Schalt-Brems-Einheit
  • Mit Cro-Mo-Rahmen
  • Mit hochwertigen Laufrädern

 

 

 

Gebrauchte Kinderräder:

rotes gebrauchtes Kinderrad
Gebrauchtes Kinderrad von Puky, top Zustand

Sicher mit viel Freude fahren lernen!

  • 16′ Kinderfahrrad von Puky
  • Mit tiefen Einstieg
  • Mit Rücktritt
  • Ideales Lernfahrrad für Kinder

 

 

 

 

24 Zoll Kinderrad
Schönes Kinderrad mit tiefen Einstieg

Alles startklar?

  • 24′ Kinderrad von Pegasus
  • Mit 7 Gang Shimano Nabenschaltung
  • Mit Nabendynamo
  • Mit 3 Bremsen
  • Ideales Schulwegrad

 

 

 

Diese und viele weitere gebrauchte, gut erhaltene Fahrräder findest Du in unserem Fahrradladen.

Berliner Fahrradsommer – Sei Dabei!

Berliner Fahrradsommer – Sei Dabei!

Ein Sommertag Mitte der achtziger Jahre – es hätte mein letzter sein können.

Ich fuhr mit meinem Rennrad auf dem Fahrradweg am Kottbusserdamm Richtung Kreisverkehr. Mein Bruder hatte mir das Rad zusammengebaut und ich war wahnsinnig stolz darauf. Mein erstes Rennrad, ich war gerade 17. Die Ampel zeigte grün für mich und ich fuhr geradeaus Richtung Adalbertstraße. Da sah ich, daß der LKW nebenn mir rechts abbog und mich anscheinend nicht sah. Ich bremste, wich aus, doch ich konnte einen Crash nicht mehr vermeiden. Wie, weiß ich nicht, aber ich habe es geschafft, vom Rad zu springen. Ich lag am Boden und sah, wie die riesigen Reifen des Sattelschleppers knirschend mein geliebtes Rad überrollte. Ein Menschentraube umringte mich kurz darauf und redete auf mich ein, während ich am  ganzen Körper zitterte. Die herbeigerufene Polizei diagnostizierte schnell: Vorfahrt missachtet vom LKW beim Abbiegen.

Heute, ein Sommertag im Jahre 2016:

Ich fahre mit dem Rad nach Hause, fahre auf denselben Wegen wie vor 30 Jahren. Es hat sich kaum was getan in all den Jahren. So gut wie keine gefährliche Kreuzung ist entschärft worden. Nicht so, daß es eine spürbare Verbesserung in der Sicherheit von Fahrradfahrern gibt. Eher sogar eine Verschlechterung. Denn Radwege, die in den Achtzigern teilweise noch befahrbar waren, sind durch Wurzeln und Löchern eine Buckelpiste geworden. Der Verkehr hat zugenommen, die Autos sind schwerer geworden. Der Senat spricht zwar seit Jahren davon, mehr für den Fahrradverkehr zu tun. Aber es soll, bitte schön, nichts kosten. Und natürlich den Autofahrern keinen Platz „wegnehmen“. Wie soll das gehen? Der Fahrradverkehr nimmt seit Jahren stetig zu, doch es gibt keine stimmige Infrastruktur dafür. Dabei ist diese dringend nötig, wenn wir eine Stadt haben wollen, in der es sich zu leben lohnt.

Volksentscheid Fahrrad – es geht in die nächste Runde.

Kein Wunder also, dass die Initiative vom Volksentscheid Fahrrad in noch nicht mal 4 Wochen über Hunderttausend Unterschriften für den Gesetzentwurf zur Fahrradstadt Berlin sammeln konnte. Ein enormer Erfolg. Ein Zeichen, dass sehr viele Berliner und Berlinerinnen sich endlich einen Wandel in der Verkehrspolitik wünschen. Also es geht weiter. Im September sind in Berlin Wahlen und es gilt, das Thema Volksentscheid Fahrrad im Sommer immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Dafür hat die Initiative den Berliner Fahrradsommer ausgerufen, mit Aktionen rund ums Fahrradfahren in Berlin. Außerdem braucht die Initiative noch tatkräftige Unterstützer. Alle 2 Wochen gibt es ein offenes Treffen für alle, auch für neu Hinzugekommene.

Werkstatt Volksentscheid Fahrrad
Wann: 28. Juli 2016 @ 19:0022:00
Ort: TU Berlin Erweiterungsbau, Str. des 17. Juni 135,10623 Berlin (Raum EB 224), Map

Hier findest Du mehr Informationen zum Fahrradsommer:https://volksentscheid-fahrrad.de/mitmachen/

Gemeinsam mit Greenpeace findet außerdem  eine Aktion auf der Neuköllner Sonnenallee statt. Hier ist der Ankündigung:

Radsommer-Aktion von Greenpeace
Wann: 23. Juli 2016 @ 11:0013:00
Ort: Sonnenallee/Pannierstr. (Berlin), Germany, Map

Am 23. Juli gibt es mal wieder eine große #Radsommer Aktion von Greenpeace bei der ihr alle gebraucht werdet!

Wir wollen eine faire Verteilung der Straßen und mehr Sicherheit im Radverkehr.

Dafür planen wir am 23.07. von 11 – 13 Uhr ein riesiges Protestfrühstück auf einem Fahrbahn-Abschnitt der Sonnenallee (Treffpunkt: Ecke Pannierstraße, Neukölln).

Bitte bringt Picknickkörbe, Picknickdecken, Essen und all eure Freunde mit.

Wir wollen damit gemeinsam ein großes Zeichen gegen den massiven Platzverbrauch des Autoverkehrs und für mehr Fahrradsicherheit setzen. Dafür werdet IHR auf 100m euren eigenen Fahrradweg malen! Zusätzlich besetzen wir die Kreuzung und machen buntes Protestfoto! Nehmt also alle Flaggen, Banner und natürlich Fahrräder mit, die ihr auftreiben könnt.

Wenn ihr also schon immer Mal mitten auf einer Kreuzung picknicken wolltet und gleichzeitig dazu beitragen wollt, dass auf einer der großen Verkehrsadern Berlins weniger Autoverkehr fließt, dann kommt dazu und bringt Freunde, Freude und Fahrräder mit!

 

 

 

CycleHack Berlin – Ideen für eine fahrradfreundliche Stadt

CycleHack Berlin – Ideen für eine fahrradfreundliche Stadt

CycleHack – die Ideenwerkstatt für mehr Fahrrad in der Stadt, findet  vom 24.6.- 26.6. in Berlin statt. Zeitgleich läuft CycleHack in 30 Städten weltweit. Menschen aus den unterschiedlichsten Richtungen kommen zusammen,  um gemeinsam Wege zu finden, wie mehr Menschen in Städten  auf das Fahrrad umsteigen. Allein das ist schon eine super Idee. Auch wenn wir an dem Wochenende nicht dabei sein können, sind wir gespannt auf die Ergebnisse.

http://cyclehackberlin.de/mitmachen/#schedule

Radschnellwege für Berlin -ADFC – Ideenwettbewerb

Radschnellwege für Berlin -ADFC – Ideenwettbewerb

Jeder, der regelmäßig längere Strecken mit dem Rad fährt, weiß, wie schön es ist, eine längere Strecke ohne Ampeln, Stau, Baustellen und andere Hindernisse zu fahren. Einfach nur fahren, daß ist in Berlin bisher nur wenig möglich. Um das zu ändern, sind Radschnellwege im Gespräch. Ähnlich wie auf einer Autobahn wären Radler damit viel schneller an den zentralen Orten der Stadt. Diejenigen, die täglich durch Berlin fahren, wissen, wo ein Radschnellweg fehlt, haben oft auch eine Idee, wo einer realisierbar wäre. Damit sie sich einbringen können, hat der ADFC Berlin den Ideenwettbewerb Deine Radschnellroute gestartet. Bis zum 1. Juli 2016  können noch Vorschläge zu Routen, die mindestens 5 km lang sein sollen, abgegeben werden. Genauere Infos zum Wettbewerb findest Du hier: http://adfc-berlin.de/radverkehr/infrastruktur-und-politik/320-deineradschnellroute.html

Neues Fahrradparkhaus in Erfurt

Neues Fahrradparkhaus in Erfurt

Am letzten Maiwochenende fuhr ich mit meiner Mutter nach Erfurt. Ich hatte ihr zum Geburtstag eine Wochenendreise geschenkt und wir freuten uns darauf, Erfurt kennenzulernen mit der malerischen Altstadt und dem herrlichen Dom. Die erste, und für mich völlig überraschende Attraktion erwartete uns bereits am Hauptbahnhof. Kaum hatten wir das Bahnhofsgelände verlassen,

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Horrorstrecke B 96

Horrorstrecke B 96

Wir wohnen im sonnigen Süden von Berlin. Wir leben gerne hier, unser Arbeitsweg führt jedoch entlang der B 96 Richtung Norden. Unablässiger Verkehr, enge Strrassen, aggressive Autofahrer, weder Fahrradweg noch Spur macht die Fahrt gen Norden zur Horrorstrecke. Meine Tochter ist auf dem Rad bereits einmal von einer Autofahrerin angefahren worden, die mit zu geringen Seitenabstand überholt hat. Da muß unbedingt etwas passieren, damit diese auch für den Radverkehr extrem wichtige Süd-Nordachse risikolos befahrbar wird.

Jetzt gibt es eine Initiative, die sich dafür einsetzt:

http://berlin-b96.de/

 

40. Fahrradsternfahrt am 5. Juni in Berlin

40. Fahrradsternfahrt am 5. Juni in Berlin

Letzten Sonntag war es wieder soweit, zehntausende Radler kamen aus allen Richtungen Berlins zur 40. Sternfahrt und trafen sich zum Schluß  am Großen Stern. Ich bin mit drei meiner Kinder mitgeradelt. Miri und Samuel kamen in den Kinderfahrradanhänger und wir starteten am U-Bahnhof Mariendorf, wo schon mehrere Hundert Radler warteten. Das Wetter war herrlich, die Stimmung gut und die Nachbarn fuhren auch mit. So ging es im Tross bis zur Autobahnauffahrt Grenzallee, wo wir über eine Stunde warteten. Inzwischen zog

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Volksentscheid Fahrrad – einfach supergeil

Volksentscheid Fahrrad – einfach supergeil

Unterschriften sammeln für den Volksentscheid Fahrrad

„Wir müssten“, sagte ich zu Marko, meinem Mann, nachdem ich mich an dem Tag wiederholt über marode Fahrradwege und fehlende Fahrradinfrastruktur geärgert hatte, “ ein Volksbegehren zum Thema Fahrradfahren in Berlin starten. 500 Millionen Euro für den Ausbau von Berlins Fahrradstrassen oder so.“ „Eine Milliarde! 500 Millionen sind nicht genug bei den miesen Fahrradbedingungen in Berlin.“ antwortete Marko. Wir träumten, was man damit alles für den Fahrradverkehr machen könnte – Fahrradschnellwege von allen Himmelsrichtungen bis zum Zentrum, sichere Fahrradstellplätze, Fahrradspuren an allen Hauptstrassen…

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